Tamara Minder

An-ge-dacht

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Zur Passionszeit
Warum begehen wir lieber die Adventszeit als die Passionszeit?
Warum feiern wir lieber Weihnachten als den Karfreitag?
Warum sind zur Weihnacht die Kirchen recht voll, aber zu Ostern kommen deutlich weniger?

Es ist einfach die schönere Geschichte: Ein Kind wird geboren!
Es ist einfach die unschönere Geschichte: Ein Mensch stirbt!

Und auch ich als Pfarrer halte lieber eine Taufe als eine Abdankung. Und doch gehören Sterben und Tod ebenso zum Leben wie die Geburt. Und beides verbindet, dass der Mensch nicht gefragt wird, ob es ihm recht ist, geboren zu werden oder zu sterben.

Umso wichtiger finde ich es, dass ich mir Gedanken mache über das Woher und das Wohin meines Lebens.

Die Passionszeit ist eine Zeit der Besinnung auf meinen Lebensgrund und mein Lebensziel. Aus Gottes Hand empfangen wir unser Leben und in seine Hand soll es zurückkehren. Aber nur wenn ich die Hand Gottes ergreife - die Kinderhand des Säuglings in der Krippe ebenso wie die Hand des leidenden Mannes am Kreuz, die von einem Nagel durchbohrt ist - und mich von Christus leiten lasse, wird der Tod zum Durchgang und nicht zur Endstation.

Ein schlauer Mann hat einmal gesagt: „Mache dir bei Zeiten Gedanken über Sterben und Tod und dann lebe dein Leben fröhlich!“

Worin gründe ich mich und wohin richte ich mich aus? Fragen des Lebens! Wer sich in Gott geborgen weiss, der kann getrost seine Wege gehen.

Ich wünsche uns allen eine gesegnete Passionszeit.

Pfarrer Michael Lo Sardo
Bereitgestellt: 28.02.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch