Tamara Minder

An-ge-dacht

Ostern - das Kreuz auf dem Hügel<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>33</div><div class='bid' style='display:none;'>1558</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Zur Passionszeit...
Warum begehen wir lieber die Advents- als die Passionszeit?
Warum feiern wir lieber Weihnachten als den Karfreitag?
Warum sind zur Weihnacht die Kirchen recht voll und zu Ostern kommen deutlich weniger?

Es ist einfach die schönere Geschichte: Ein Kind wird geboren! Es ist einfach die unschönere Geschichte: Ein Mensch stirbt! Und auch ich als Pfarrer halte lieber eine Taufe als eine Abdankung. Doch gehören Sterben und Tod ebenso zum Leben wie die Geburt. Und beides verbindet, dass der Mensch nicht gefragt wird, ob es ihm recht ist, geboren zu werden oder zu sterben. Umso wichtiger finde ich es, dass ich mir Gedanken mache über das woher und das wohin meines Lebens.

Die Passionszeit ist eine Zeit der Besinnung auf meinen Lebensgrund und mein Lebensziel. Aus Gottes Hand empfangen wir unser Leben und in seine Hand soll es zurückkehren. Aber nur wenn ich die Hand Gottes - die Kinderhand des Säuglings in der Krippe ebenso wie die Hand des leidenden Mannes am Kreuz, die von einem Nagel durchbohrt ist- ergreife und mich von ihr ergreifen lasse, wird der Tod zum Durchgang und nicht zur Endstation. Worin bin ich gegründet und wohin richte ich mich aus? Fragen des Lebens!

Eine gesegnete Passionszeit.
Pfarrer Michael Lo Sardo


Bereitgestellt: 28.02.2019     
aktualisiert mit kirchenweb.ch