Tamara Minder

Vorsorgeverfügung !

Vortrag Pirmin Schwander<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchgemeinde-ammerswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>16</div><div class='bid' style='display:none;'>509</div><div class='usr' style='display:none;'>8</div>

Ein sehr interessanter Vortrag...
Am Mittwoch, 15. Mai 2019, war Pirmin Schwander, Nationalrat aus dem Kanton Schwyz zu Gast in der Ref. Kirche Ammerswil. Er war der Einladung der Sozialdiakonin unserer Gemeinde, Susanne Vögeli, gefolgt, um über die Chancen und Tücken der Vorsorgeverfügung zu informieren.

Mit sehr persönlichen Worten erläuterte Herr Schwander, warum ihm das Engagement im Bereich der sozialen Gerechtigkeit und Rechtssicherheit so wichtig sind. Die Menschen sollten selber bestimmen können, wie sie ihre persönlichen Belange geregelt haben wollen, wenn sie dazu einmal nicht / nicht mehr in der Lage sind. Dazu sei die Vorsorgeverfügung das gesetzlich vorgesehene Instrument. Diese Vorsorgeverfügung gelte es, so detailliert wie möglich aufzusetzen. Nur so könne möglichst gut gewährleistet werden, dass der Wille des Betroffenen auch umgesetzt werde. Bei der Vielfalt der zu regelnden Dinge bei ihm selber als Unternehmer, umfasse seine Vorsorgeverfügung 60 Seiten.

Deutlich kritisierte Herr Schwander, dass letztlich jeder eine solche Vorsorgeverfügung aufsetzen müsse, um nicht in die Mühlen der KESB zu geraten. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, warum bei funktionierenden sozialen Gemeinschaften – also selbst bei Familien – nicht selbstverständlich z.B. er Ehepartner die Dinge regeln kann. Liegt keine Vorsorgeverfügung des anderen Ehepartners vor, so übernimmt die KESB jegliche Rechtsgeschäfte. Eine Ehefrau könne somit ihren Mann noch nicht einmal in ein Pflegeheim einweisen.

Nach seinem Dafürhalten, gäbe es schweizweit in 16% der Fälle seitens der Behörden erhebliche Mängel in der Durchführung von Versorgungsfälle. Wenn er es sich als Unternehmer leisten würde 16 % seiner Kunden schlecht zu betreuen, dann ginge sein Unternehmen pleite. 84% mögen zwar gut verlaufen, dies dürfe aber in keiner Weise dazu führen, über die 16% hinwegzusehen.

Doch noch deutlicher war der Apell, den Herr Schwandner an die rund 90 versammelten Menschen unterschiedlichen Alters richtete: Lassen Sie ihre Mitmenschen nicht allein. Wenn Sie sehen, dass jemand vielleicht Hilfe braucht, gehen Sie auf diese Person zu; fragen Sie nach; bieten Sie ihre Hilfe an. Es sind oft Kleinigkeiten, die Grosses bewirken können und Menschen helfen, eine schwierige Situation, eine Krise zu überwinden. Jeder von uns ist da angesprochen und gefragt!

Nach dem Vortrag blieb auch Herr Schwander noch zum Apéro in der Remise im Pfarrhof und es wurde angeregt diskutiert.

Es war ein wichtiger, interessanter Abend und ich bedanke mich im Namen aller bei Herrn Schwander, dass er zu aller erst als Mensch in Ammerswil zu Besuch gewesen ist.

Pfarrer Michael Lo Sardo

Bereitgestellt: 27.05.2019     Besuche: 13 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch