Tamara Minder

An-ge-dacht

Sonnenaufgang am Meer<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenweb.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>203</div><div class='bid' style='display:none;'>1256</div><div class='usr' style='display:none;'>1</div>

Lobe den HERRN, meine Seele, ....
Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103, 1+2

Also zum Loben ist wohl nicht nur mir manchmal gar nicht zumute. Der tägliche Trott; der Stress; die kleinen und auch grossen «Unglücke», die einen immer wieder überfallen; die vielen unerfüllten Träume, weggespült von den Realitäten des Lebens…

Nein, da kommt einem nicht wirklich ein «Lobgesang» über die Lippen. Dann doch eher ein «Klagelied».

Am 27. Oktober 2019 feiern wir in unserer Gemeinde das Erntedankfest. Ein Fest, das unseren Blick auf das «Kleine» lenkt. Da sind dann die kleinen Alltäglichkeiten unseres Lebens im Blick. Kartoffeln, Zwiebel, Möhren, Salat, Brot, Honig und vieles mehr. Die Ernte der Arbeit auf den Feldern von denen wir leben. Es ist uns so selbstverständlich, dass wir in einen Laden gehen und eine ungeheure Vielfalt an Lebensmitteln zu Auswahl haben – im Überfluss. Es ist uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, dass es überhaupt nicht selbstverständlich ist. So wenig selbstverständlich wie ein jeder Schlag unseres Herzens; jeder neue Atemzug. Wer es fertig bringt, für diese kleinen «Nicht-Selbstverständlichkeiten» wieder einmal ganz bewusst dankbar zu sein, der wird in sich vielleicht erleben dürfen, dass das Leben in einem ganz anderen Licht erscheint, als wie er es bislang gesehen hat. Da kann sich Glück und Freude einstellen, wo vorher nur Verdruss war. «Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehn!» (Pearl S. Buck) Und wer Wunderbares in seinem Leben entdeckt, der beginnt zu staunen und zu loben.

Uns allen ein gesegnetes Erntedankfest – jeden Tag.
Pfarrer Michael Lo Sardo
Bereitgestellt: 01.10.2019     Besuche: 56 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch