Tamara Minder

An-ge-dacht

Foto Erde —  Die Erde (Erlebniswelt WISSEN)<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchgemeinde-ammerswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>16</div><div class='bid' style='display:none;'>562</div><div class='usr' style='display:none;'>8</div>

Ein paar Worte...
Nicht nur aus dem All sieht unser Raumschiff Erde klein aus. Sie ist klein geworden in den letzten Wochen – oder zumindest ist uns besonders bewusst geworden, wie klein unser Heimatschiff ist, auf dem wir alle leben; von dem wir alle leben; dessen Luft wir atmen!

Ich hab keine Ahnung, wie es «aussehen» wird in unserer Welt, wenn Sie diese Zeilen hier lesen?

Als ich noch ein Kind war, da hatten wir den «geflügelten» Spruch: Was interessiert es mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt!» Nun, der Sack Reis mag immer noch nicht relevant sein, aber wenn in China – ganz weit weg – ein Krankheitserreger ausbricht, dann ist das nicht egal in unserer globalisierten Welt. Dann liegt China auf einmal vor der Haustür, weil die Wege heute bei all dem Handel und Wandel kurz sind. Wir leben in der Selbstverständlichkeit, dass alle möglichen Produkte unseres Lebens aus aller Welt kommen; von uns in alle Welt gehen – Autos, Handys, Nahrung. Und die tagtägliche Völkerwanderung auf den Himmelsautobahnen! Alles ist miteinander verflochten, wie es für einen Normalsterblichen kaum noch zu begreifen ist.

Da mag der wegen der Virusinfektion umgefallene Chinese mir fremd und unbekannt sein. Aber er darf mir nicht egal sei. Und das nicht nur, weil ich in dieser Welt eben auch den Virus bekommen könnt – ganz schnell! Dieser Virus, der Menschen die Luft zum Atmen, zum Leben nimmt – vielleicht auch mir und meinen Lieben.

Der Coronavirus hat das eine deutlich gemacht, was uns die alljährliche weltweite Grippewelle nicht mehr vor Augen führt: Wir sitzen alle in einem Boot! Und es darf uns nicht egal sein, wie es anderen Menschen am anderen Ende der Erde geht. Und das bezieht sich nicht nur auf eine Virusinfektion, sondern auch auf Armut, Unterdrückung, Ausbeutung, Hunger, Not, Krieg, Flucht, Tod – tagtäglich. Und wie war das noch mit dem Klimawandel und seinen Folgen?

Es ist höchste Eisenbahn, dass wir Menschen endlich begreifen, dass wir eine Menschheit sind ohne Rücksicht auf Geschlecht, Völker, Rassen, Religionen! Ziel einer jeden Jahresplanung und -bilanz sollte mehr Menschlichkeit sein – bei all den Fehlern die wir dabei machen werden.

Freundliche Grüsse und frohe Ostern!
Mensch Michael Lo Sardo
Bereitgestellt: 18.03.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch