Tamara Minder

Danke

Kerzen<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenweb.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>203</div><div class='bid' style='display:none;'>1093</div><div class='usr' style='display:none;'>1</div>

Viele Kleine Lichter brennen...
Da brennen viele kleine Lichter der Hoffnung in der Dunkelheit, die uns und die ganze Welt momentan umgibt. Gerade in der Zeit der gebotenen «social distance» geschieht da unglaublich viel Zuwendung unter Menschen. Familien nehmen sich neu wahr, man schaut zueinander. Nachbarn unterstützen sich. Menschen bieten ihre Hilfe ganz allgemein an. Die Fahrlehrer wollen kostenlos Fahrdienste übernehmen. JuBla, Samariter und, und, und machen sich auf.

Und wir als Kirchen haben unseren Betrieb fast ganz eingestellt. Abstand ist geboten in einer Zeit, wo Menschen eigentlich Nähe und Trost suchen. Wo Menschen angesichts der Situation, die wir zumeist immer noch nicht wirklich begriffen haben, sich einfach nur in die Arme nehmen möchten, weil eben nicht alles in Worte zu fassen ist.

Und doch ist es grad das Wort, das in dieser Situation tragen muss. Worte des Trostes und der Zuversicht, die man jemandem zuspricht. Worte der Angst und Verunsicherung, denen man still zuhört. Ich habe in der letzten Zeit recht viel telefoniert und immer wieder erfahren, dass es einfach gut tut, wenn einer anruft; an einen denkt. So kann ich nur ermutigen, dass Sie auch mit Menschen telefonieren, sich gegenseitig anrufen, denn das lindert erheblich das Gefühl der Einsamkeit all derer, die jetzt zu Hause bleiben.

Es ist auch das Wort des Dankes, das jetzt besonders wichtig ist. Und wir sagen es auf unterschiedlichste Weisen den Menschen, die dafür sorgen, dass nicht alles zusammenbricht.
An vorderster Front den Menschen in den Spitälern, die sich um die Erkrankten sorgen und ganz besonders Gefahr laufen, selber zu erkranken. Doch vergessen wir all die anderen nicht, die dafür sorgen, dass wir versorgt sind. Die Mitarbeitenden in den Lebensmittelgeschäften, die oftmals mehr Streit und Zank abbekommen als Dank.

Lassen Sie uns alle kleine/auch grosse Lichter der Hoffnung entzünden, bei all der unfassbaren Not und dem unzähligen Tod, die dieser Virus bringt. Denn wenn wir nur das Dunkel verfluchen und keine Lichter der Veränderung zum Guten in uns und unter uns Menschen letztlich in der ganzen Welt entzünden, dann hat das Dunkel gesiegt.

Seien wir alle gesegnet und behütet.

Ref. Pfarramt Ammerswil
Pfarrer Michael Lo Sardo


Für sie jeder Zeit erreichbar unter Tel-Nr. 062 891 24 30




Dieser Bericht wurde im Generalanziger/Echo vom 26. März 2020 veröffentlicht
Bereitgestellt: 30.03.2020      
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