Tamara Minder

Aus der Kirchenpflege

Kirche Ammerswil <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchgemeinde-ammerswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>16</div><div class='bid' style='display:none;'>491</div><div class='usr' style='display:none;'>8</div>

Ein paar Gedanken zur aktuellen Situation...
Die Lage in der wir uns nun seit einigen Wochen befinden ist für viele äusserst schwierig.

Neben gesundheitlichen kommen mehr und mehr auch finanzielle, ja gar existentielle Ängste auf. So gibt es unter anderem selbstständig Erwerbende, welche von heute auf morgen ohne Einkommen dastehen und trotzdem eine ganze Familie zu ernähren haben. Alleinlebende Angestellte, welche von zu Hause aus arbeiten müssen und dabei nur noch virtuell mit anderen Menschen kommunizieren.

Ältere Menschen, welche plötzlich keinen physischen Kontakt mehr mit ihren eigenen Kindern oder Enkeln haben dürfen. Kinder, die nicht mehr auf den Spielplatz gehen geschweige denn mit anderen Kindern spielen dürfen. Hinzu kommen noch all die Risikogruppen, die Infizierten, die Schwererkrankten sowie die betroffenen Angehörigen.

Diese Krise betrifft nicht nur einzelne oder Randgruppen, sondern die gesamte Gesellschaft. Eine Gesellschaft, welche es sich nicht mehr gewohnt ist, zurück zu stecken und sich zu besinnen. Eine Gesellschaft, welche die Digitalisierung vorantreibt und nun plötzlich die physische Nähe vermisst. Eine Gesellschaft, welche geprägt ist von Egoismus und Gier. Oder doch nicht? Werden wir nach der Krise die momentan so gross propagierte soziale und finanzielle Unterstützung weiterhin spüren? Wird die Gesellschaft wieder näher zueinander finden und werden dabei vielleicht auch die Kirchen an den Sonntagen etwas voller?

Ich bin überzeugt, dass alles Schlechte auch was Gutes hat. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir alle aus dieser Krise etwas positives mitnehmen können und das Positive an die Gesellschaft weitergeben.
 
Herzliche Grüsse und bleibt gesund!
Denis Labhart, Präsident der Kirchenpflege
Bereitgestellt: 24.04.2020     Besuche: 66 Monat 
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