Tamara Minder

An-ge-dacht

Über den Wolken<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchgemeinde-ammerswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>16</div><div class='bid' style='display:none;'>630</div><div class='usr' style='display:none;'>8</div>

Uns allen eine gesegnete Zeit...
Über den Wolken
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
alle Ängste, alle Sorgen
sagt man
blieben darunter verborgen
und dann
würde was uns groß und wichtig erscheint
plötzlich nichtig und klein



Das Lied von Reinhard Mey ist den meisten sicher noch wohlbekannt und es kommt einem die Melodie sogleich in den Sinn.

Über den Wolken; losgelöst von all den Sorgen, dem Kummer, den Nöten unseres Alltags. Wie sehr sehnt sich die Seele vielleicht gerade jetzt nach dieser Unbeschwertheit in dieser Coronazeit. Und wiederum hab ich nicht den blassesten Schimmer, wie es in unserer Welt ausschaut, wenn Sie das grad lesen. Doch eines ist sicher! Wir leben gerne! Alle! Und das wird uns besonders deutlich, wo schon so viele gestorben sind. Unser Leben ist so verletzlich.

Wenn ich an den Himmel denke, dann kommt in mir nicht die Sehnsucht auf zu sterben. Dann kommt in mir gerade in diesen Zeiten die Sehnsucht nach mehr Leben, mehr Achtung, mehr Wertschätzung eines jeden gegenüber jedem auf. Ist abgedroschen der Satz, aber ich schreib ihn trotzdem: Wir sind alle Gottes Kinder!

„Wenn die Menschen nicht was aus dem Ganzen lernen, dann sind alle, die gestorben sind, umsonst gestorben!“ das hab ich in den letzten Tagen öfters zu hören bekommen. Vielleicht kommt in dem Lied, das ich gerne singe – auch, besonders am Auffahrtstag / Himmelfahrt – ja ein Gespür dafür auf, was wir bräuchten:

Wo Menschen sich vergessen,
Die Wege verlassen,
Und neu beginnen,
Ganz neu,
Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.
Wo Menschen sich verschenken,
Die Liebe bedenken,
Und neu beginnen,
Ganz neu,
Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.
Wo Mensch sich verbünden, den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu,
Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns,
Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.

Uns allen eine gesegnete Zeit.
Pfarrer Michael Lo Sardo
Bereitgestellt: 24.04.2020     Besuche: 47 Monat 
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