Tamara Minder

An-ge-dacht

Herbstlaub <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Werner&nbsp;N&auml;f)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenweb.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>203</div><div class='bid' style='display:none;'>1847</div><div class='usr' style='display:none;'>1</div>

Ein paar Gedanken ...




Herbst-Sinfonie

Das Grün der Blätter sich zögernd verfärbt,
Die Sonne verliert ihre Kraft.
Was uns des Sommers Glanz hat vererbt,
im Hauch des Herbstes erschlafft.

Noch zaubert der Pinsel von „Mutter Natur“
die herrlichsten Farben auf jedes Blatt.
Mit viel Fantasie und Schöpfergeist pur,
mischt sie die Farben in leuchtendem Satt.

Sie schwingt die Palette wie einen Gral,
dirigiert des Herbstwindes Lied.
Der Wald stimmt ein in den Choral,
und wiegt, im Takt, sich andächtig mit.

Die Herbstblumen laden ein zum Gebet
bevor sie die Köpfe neigen,
ehe der Frost vor der Türe steht,
tanzen dazu ihren Reigen.

Brummt oft auch der Himmel in müdem Grau
etwas schräg seinen Bass obendrein.
Die Sinfonie die erschallt über Berg und Au
soll Auftakt zum Herbst für uns sein.

Beim großen Finale „da capo“ es klingt:
„Wie herrlich ist doch diese Welt“.
Sein Echo leis’ unsre Herzen durchdringt:
„….und Gott hat uns mitten hinein gestellt

Autorin: Anette Esposito, 2008



An-ge-dacht

Wir sind schon mitten drin im Herbst. Der Sommer hat sich knall auf Fall verabschiedet. Die ersten drei Jahreszeiten waren geprägt von Covid-19. Auch in der vierten Jahreszeit wird Corona ein Thema sein. So wie der Nebel macht uns auch dieses Virus müde. Ich frage mich schon länger, was dieses Virus uns sagen will? Vielleicht sollten wir das Tempo ein wenig drosseln und uns zu dem zurückführen, was uns wirklich erfreut und gut tut. Was ich aber feststelle ist, Corona verändert das Verhalten der Menschen. Aber wie verändert es uns? Leider im negativen Sinne - mit Aggressivität. Oder nehmen wir diese Situation an, um über unsere innere Haltung zu meinen Nächsten oder zu mir zu überdenken. Viele haben ihre Arbeit verloren. Hotels und Restaurants müssen schliessen. Dies ist traurig, leider können wir dies nicht ändern!

Was wir aber ändern können, ist wie wir miteinander umgehen oder wie wir einander unterstützen. Gerade jetzt in dieser dunkler werdenden Jahreszeit bedeutet ein Lächeln mehr als je zuvor. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mich an dem zu erfreuen was gerade ist. Es fasziniert mich jedes Jahr, wenn sich die Blätter färben und die Sonne uns einen goldenen Anblick schenkt. All das was wir gesät haben, dürfen wir jetzt ernten und geniessen. Was für ein Geschenk! Wir haben das Privileg in einem Land zu leben, dass beinahe schon «paradiesisch» ist.

Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen allen eine farbenfrohe und vor allem gesegnete Herbstzeit

Susanne Vögeli, Sozialdiakonin





Bereitgestellt: 26.10.2020     Besuche: 43 Monat 
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