Tamara Minder

An-ge-dacht

away-6236560_1280 (Foto: www.pixabay.com (Silvia))

Psalm 46,2: Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
Es ist der 29. Juni 2025 und ich schreibe diese Andacht für den September. Und ich habe keine Ahnung, wie die Welt und mein Leben aussehen wird – im September. Alles steht irgendwie Kopf; ist unvorhersehbar, nicht greifbar. Natürlich weiss niemand, was in seinem Leben bereits in der nächsten Minute passieren wird. Aber der grosse Rahmen, der war doch stabil, verlässlich – gab irgendwie ein sicheres Gefühl – zumindest in der Schweiz, in Europa, in der Westlichen Welt.

Was wird sein? Ich habe keine Ahnung. Nur unterkriegen lassen will ich mich davon nicht. Das Leben ist schön; es ist lebenswert; wir sind nicht allein: „Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“

Also setze ich mich doch mal in den Wald auf eine Bank. Nicht nur, dass es da kühler ist. Da ist auch Ruhe, eine erfrischende Stille. Und ich fange an ein Lied zu summen, es leise vor mich hin zu singen:

„Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinem Namen. Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja! Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja!“
Lied 8 aus dem Reformierten Gesangbuch in Anlehnung an Psalm 9.

Ich freue mich darauf, Sie fröhlich, gesund und munter wieder zu sehen oder gar Sie neu kennen zu lernen.

Eine gute Zeit.
Pfarrer Michael Lo Sardo

Bereitgestellt: 29.08.2025