Tamara Minder

An-ge-dacht

desert-1916882_1280 klein (Foto: www.pixabay.com (Fç))

Wie kannst Du das zulassen – Gott?
Ab diesem Monat möchte ich mich beim An ge dacht an den jeweiligen Monatssprüchen der Oekumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen orientieren. Dies schütz davor, dass man sich immer wieder so zu sagen seinen „Lieblingsthemen“ hingibt.

Also starten wir mit den Worten für den August. Sie stehen in der Apostelgeschichte, Kapitel 26, Vers 22 nach der Lutherübersetzung 2017:

Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge.

Paulus ist es, der hier diese Worte in seiner Verteidigungsrede vor König Agrippa spricht. Er erzählt von seiner Begegnung mit Jesus bei Damaskus. Er erzählt davon, wie sich sein Leben radikal verändert hat. Paulus, ein Mensch, der sein Leben in Gott gegründet sieht, von Jesus errettet wurde von seinem falschen Weg; diesen seither auf seinen Missionsreisen als den Heiland verkündet. Paulus, ein Mensch, der das Ziel seines Lebens in diesem Jesus von Nazareth sieht. Diesem Jesus, der am Kreuz den Tod überwunden hat – für ihn – für Dich und mich. Glaubst Du das?????

Das ist die entscheidende Frage, ob ich dies annehme und glaube. Dies verändert die Sicht auf das Leben. So wird aus „unglaubliches Glück“ gehabt Bewahrung“. So wird aus einem „warum muss mich das treffen“ ein „wozu mag es gut sein?“ Wenn ich mit Gott im Herzen mein Leben führe, dann werde ich auch Gottes Spuren finden können. Dann werde ich auch anderen davon reden / erzählen. Denn wovon das Herz voll ist, davon fliesst der Mund über.

Gerade, weil ich absolut nicht alles erklären kann; nicht alles verstehe, so ist es für mich die bessere Lebensgrundlage eben nicht ein Zufall der Natur zu sein, sondern Gottes geliebtes Ebenbild. Dann ist es die bessere Perspektive, dass dieser Jesus mich am Ende meiner Zeit in der Ewigkeit erwartet, als die Vorstellung des ewigen Nichts!

Gerade in einer Zeit, in der den Mächtigen dieser Welt ein Menschenleben immer weniger wert ist, tut es gut glauben zu können, dass ich, Du, er, sie, es Gott unendlich wichtig ist.

Auch und gerade dann, wenn ich mich immer und immer wieder frage:
Wie kannst Du das zulassen – Gott?

Seien Sie herzlich gegrüsst.
Pfarrer Michael Lo Sardo



Bereitgestellt: 31.07.2025