Tamara Minder

Ein echter und berührender Kreativ-Gottesdienst zu „Licht und Schatten“

Krea-GD_1 (Foto: Pady Gloor)

Rückblick auf einen kreativen Gottesdienst.
Wer am Sonntag, den 21. Juni 2026, den Weg in unseren Pfarrhof der Reformierten Kirche Ammerswil fand, spürte hoffentlich sofort: Das hier wird kein ganz gewöhnlicher Gottesdienst. Passend zur Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, drehte sich bei uns alles um das Thema „Licht und Schatten“ und die Frage, was unsere Seele eigentlich stark macht.

Gemeinsam mit den Jugendlichen Lilou, Jael und Nico aus meinem PH-Kurs durfte ich diesen Morgen gestalten. Und ich muss sagen: Die drei haben von Anfang an eine wunderbare, ehrliche Frische hineingebracht! Nach der Begrüssung und den ersten sanften, modernen Klavierklängen von Valentin Valentiyev gaben die Jugendlichen der Gemeinde den Anstoss zum Nachdenken: Warum zeigen wir den anderen eigentlich meistens nur unsere Sonnenseiten? Was ist mit all den Schatten, dem Alltagsdruck, den Sorgen und der Erschöpfung, die wir oft lieber verstecken? Nach Worten aus Psalm 139, die uns daran erinnerten, dass für Gott selbst die tiefste Dunkelheit hell wie der Tag ist, haben wir unseren Pfarrhof plötzlich ganz praktisch zum Leben erweckt.

Der Pfarrhof als Werkstatt der Sinne
Anstelle einer klassischen, langen Predigt hiess es für die Gemeinde: Aufstehen, die Plätze verlassen und selbst aktiv werden! Für 15 Minuten verwandelte sich der Pfarrhof in eine lebendige Werkstatt für die Seele. An vier Tischen warteten die Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Materialien auf die Besucher:

Bei Lilou wurde mit Knete geformt, bei Pady entstanden Bauwerke aus Kaplahölzern, Jael lud zum Malen ein und bei Nico durfte mit Lego experimentiert werden.

Begleitet von leiser Hintergrundmusik liess sich die Gemeinde begeistert darauf ein. Es tat spürbar gut zu sehen, wie die Menschen den eigenen Gedanken, Hoffnungen und auch Ängsten einfach mal ganz ohne Worte eine Form gaben. Beim anschliessenden Rundgang gab es viele staunende Blicke: Was da an den Tischen in der Kürze der Zeit an Kreativität und Tiefe entstanden war, ging mir wirklich unter die Haut. Jedes Werk erzählte eine ganz eigene, echte Lebensgeschichte.

Nach den bewegenden Fürbitten der Jugendlichen, einer kurzen Zeit der Stille und dem gemeinsamen Vaterunser war der Aufbruch spürbar. Zum Abschluss traten die Jugendlichen nach vorne und sprachen der Gemeinde den Segen im Wechsel direkt zu, für mich ein unheimlich starker, berührender Moment.

Ein von Herzen kommendes Dankeschön
Ein riesiges Dankeschön geht an Lilou, Jael und Nico für diesen mutigen, authentischen Einsatz, an Valentin Valentiyev für die tolle Musik und an Pady für die grosse Hilfe im Hintergrund. Bei dem anschliessenden, von den Jugendlichen liebevoll vorbereiteten Apéro blieben wir alle noch lange zusammen, um den Sommeranfang und diesen inspirierenden Sonntag gemeinsam zu feiern.

Regina Gloor, Katechetin


Krea-Gottesdienst_21.06.2026
4 Bilder
Fotograf/-in Pady Gloor
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Bereitgestellt: 30.07.2026