Rückblick Kirche Kunterbunt
Sonne, Regen und Gottes Segen
Am 13. September 2026 fand in Dottikon eine besondere Kirche Kunterbunt unter dem Motto «Sonne und Regen und Gottes Segen“ statt. Familien, Kinder und Erwachsene waren eingeladen, gemeinsam zu feiern, zu singen, zu beten, zu entdecken und sich mit allen Sinnen auf das Thema einzulassen.
Zu Beginn wurde gemeinsam überlegt, was eine Pflanze zum Wachsen braucht. Sonne und Regen sind beide wichtig. Nur Sonne kann die Erde austrocknen, zu viel Regen kann Überschwemmungen verursachen. Erst das Zusammenspiel von beidem schafft gute Bedingungen für Wachstum.
Dieses Bild wurde auf unser Leben übertragen: Auch in unserem Leben brauchen wir verschiedene Dinge, damit wir wachsen können. Dabei wurde der Regenbogen zum zentralen Symbol des Gottesdienstes. Stück für Stück wurde ein grosser Regenbogen zusammengesetzt. Jedes Puzzleteil stand für etwas, das in unserem Leben wachsen darf: Gottes Segen wirkt manchmal ganz leise. Wir sehen nicht immer sofort, was daraus entsteht. Doch Gottes Segen kann in uns Mut, Hoffnung, Freude, Vertrauen und Liebe wachsen lassen.
Und was ist, wenn es schwierig wird in unserem Leben? Nicht immer scheint in unserem Leben die Sonne. Wir fühlen uns traurig, haben Sorgen oder wissen nicht mehr weiter. Anhand von Bildern einer vertrockneten Pflanze und einer Überschwemmung wurde deutlich: Zu viel Sonne kann genauso schwierig sein wie zu viel Regen.
Die Bibel erzählt uns von Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben. Die Israeliten mussten durch die heisse Wüste wandern und erlebten, wie Gott sie mit Manna versorgte. Noah und seine Familie mussten die grosse Flut überstehen und wurden in der Arche bewahrt. Beide Geschichten zeigen auf ihre Weise: Gott ist da – auch in schwierigen Zeiten.
Die Zusage aus Jesaja 43 begleitete uns dabei besonders: «Hab keine Angst … ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir. Wenn ihr durch tiefes Wasser gehen müsst, bin ich bei euch.»
Im Gottesdienst konnten die Familien auch verschiedene Erlebnisposten besuchen. Es wurde gepflanzt, gebastelt, experimentiert und musiziert. Beim Regenmachen entstand mit Händen und Instrumenten ein immer stärker werdendes Gewitter, bevor wieder Ruhe einkehrte. Beim
Experiment «Regen im Glas» konnten die Kinder beobachten, wie Regen entsteht. Auch wurde überlegt, wie wir selbst für andere Menschen ein Sonnenstrahl oder Regentropfen sein können – durch ein freundliches Wort, Zuhören, Helfen oder einfach dadurch, dass wir für jemanden
da sind.
Besonders schön waren die persönlichen Segensmomente: Familien konnten einander Wünsche und Komplimente schenken, Segensgeschenke gestalten oder sich unter einem grossen Schirm gemeinsam Gottes Begleitung zusprechen. Zum Abschluss kamen alle beim grossen Fallschirm zusammen. Gemeinsam wurde gedankt, für Menschen in schwierigen Situationen gebetet und
das Unser Vater gesprochen. Danach durften die Kinder unter dem Fallschirm sitzen, während die Erwachsenen ihn schützend über ihnen hielten. Ein eindrückliches Bild für Gottes Zusage: «Ich bin da.»
Wie die Sonne die Erde wärmt und der Regen sie zum Leben erweckt, so möchte Gottes Segen unser Leben berühren und wachsen lassen. Und wie der Regenbogen Himmel und Erde
verbindet, erinnert er uns daran, dass Gott mit uns verbunden bleibt – in den hellen und in den dunklen Zeiten.
Musikalisch wunderbar und virtuos begleitet wurde der Gottesdienst von der Crescendo Crew. Ein herzliches Dankeschön gilt ihnen und allen Helferinnen und Helfern, die mit viel Engagement
zum Gelingen dieses besonderen Gottesdienstes beigetragen haben.
Beim anschliessenden gemeinsamen Spaghetti essen liessen wir den Gottesdienst gemütlich ausklingen.
Sonne, Regen und Gottes Segen – drei Dinge, die uns an diesem Tag daran erinnert haben: Wir sind nicht allein. Gott begleitet uns auf unserem Weg.
Mirjam Schmid, Katechetin