Tamara Minder

An-ge-dacht

Smilys (Foto: www.pixabay.com (Gerd Altmann))

Du sollst fröhlich sein!
Mir ist aber nicht immer danach, „fröhlich zu sein“! Da gibt es ganz viele Dinge im Leben, im Alltag, die mich traurig, ärgerlich, wütend, mutlos, enttäuscht … sein lassen. Das ist so. Wenn ich behaupten würde, ich wäre immer fröhlich, zufrieden, freundlich, glücklich und es ginge immer gut, dann würde ich schlicht lügen. Zumindest würde ich mir und meinen Mitmenschen etwas vormachen. Und ausserdem; wer sich selbst und anderen etwas vormacht – den Schein wahrt - der verbraucht damit auch noch „Kräfte“, die er eigentlich nicht hat.

Deshalb: Schau auf das Gute, das Du hast. Schau auf das, was trotz allem Schweren oder Schlechten gut ist in Deinem Leben. Denn das gibt Kraft, das gibt Freude und das kann vieles mehr zum Positiven wenden.

Das mag eine Zumutung sein. Gerade angesichts der persönlichen, gesellschaftlichen, weltweiten Tragödien und Katastrophen. Die gilt es nicht einfach zu ignorieren. Doch niemandem ist damit geholfen, wenn ich mich davon überwältigen lasse. Nur durch den Mut, der aus dem entsteht, dass es auch so unzählig Gutes und Schönes gibt, für das ich dankbar sein kann, kann dazu führen, dass auch ich mich dafür einsetze, das Gute und Schöne in dieser Welt zu mehren.

Nicht fertig – nur an-ge-dacht.
Pfr. Michael Lo Sardo
Bereitgestellt: 30.01.2026     Besuche: 16 Monat